Der nächste Schritt: Sven Reutter fährt im kommenden Jahr für das Profi Team Cult-Stölting

Wendelsheim. Im letzten Jahr noch im bunten Trikot des RWV Wendelsheims, im kommenden Jahr im Trikot des dänischen Profi Teams Cult-Stölting: der 19-jährige Sven Reutter hat den Sprung in den  Profi-Radsport geschafft.

Sven Reutter blickt mit gemischten Gefühlen auf die vergangene Saison zurück. Nach einem überragenden Jahr 2014 in der Juniorenklasse wechselte Reutter Anfang des Jahres zum deutschen Team Stölting, einem Team der dritten Profi Kategorie. Mit der Umstellung von der Juniorenklasse zur Elite,mit den längeren Renndistanzen und der großen Leistungsdichte kam der Abiturient gut zurecht, „was gefehlt hat, waren lediglich die ganz guten Ergebnisse“, so Reutter. Pech hatte Reutter vor allem bei einer Rundfahrt im Frühjahr in  Polen, als er sich in einer Spitzengruppe befand und auf gutem Wege war, die Gesamtführung zu übernehmen. Durch einen Hund, der auf die Strecke lief, kam Reutter aber zu Fall und stürzte schwer.

Was folgte, war eine fünfwöchige Rennpause und ein kompletter Neuaufbau der Form. Zwar konnte Reutter in der Folge einige gute Platzierungen einfahren, wie unter anderem den sechsten Rang bei den deutschen U23-Meisterschaften in Bruchsaal, der ganz große Erfolg blieb ihm aber verwehrt. Ein Happy End gab es trotzdem: Das Team Stölting fusioniert zur kommenden Saison mit dem dänischen Team Cult Energy und steigt in die zweite Ebene der Profiteams auf. Reutter ist einer der  wenigen Fahrer, die mit ins neue Team kommen  werden und hat bereits einen Profivertrag für die kommenden zwei Jahre unterschrieben. „Für mich ist das eine super Chance und gleichzeitig eine tolle Herausforderung“, so der Wendelsheimer, der im neuen Team auf bekannte Namen wie Linus Gerdemann, einst Träger des gelben Trikots der Tour de France oder Gerald Ciolek, 2013 Sieger bei Mailand-San Remo, trifft. „Ich bin davon überzeugt, dass wir im Team eine gute Mischung aus älteren, erfahrenen Profis und jungen, talentierten Fahrern haben“, freut sich Reutter auf die kommenden Aufgaben. „Natürlich ist es auch eine Ehre, an der Seite von solch erfolgreichen Profis zu fahren und von ihnen lernen zu können“. Zwar wird sich Reutter in den meisten Fällen in den Dienst der Mannschaft stellen müssen und Helferaufgaben erfüllen, doch sollte sich die Chance ergeben, will das Wendelsheimer Talent auch einmal „auf eigene Rechnung“ fahren. Letztes Wochenende ging es für Reutter erstmal zum Teamtreffen nach Gelsenkirchen, wo das Team seinen Sitz hat, auch wenn es mit einer dänischen Lizenz fährt. Sein Fazit nach dem ersten Treffen mit seinen neuen Kollegen „ die sind alle super gut drauf, ich freue mich richtig auf die neue Saison“.

Auch der eine oder andere Einsatz für die Nationalmannschaft wird im nächsten Jahr auf dem Programm stehen.

Nach einer kurzen Pause im Oktober hat Reutter mit dem Training schon wieder begonnen. An den Wochenenden stehen schon wieder lange Trainingseinheiten mit seinen alten Wendelsheimer Teamkollegen im Neckartal, Schwarzwald oder im Schönbuch auf dem Programm. Bereits im Dezember reist Reutter mit seinen Teamkollegen für zwei Wochen nach Mallorca, um in einem ersten Trainingslager die Grundlage für eine erfolgreiche Saison zu legen. Währenddessen geht es für Reutter aber auch darum, sich erfolgreich für sein Abitur im kommenden Frühjahr vorzubereiten. Bereits vor einigen Jahren ist Reutter an die Johann Friedrich von Cotta Schule in Stuttgart gewechselt, bei der er optimal unterstützt wird und als Leistungssportler gewisse Möglichkeiten hat, Schule, Training und Wettkampf besser zu koordinieren. „Bis April steht für mich die Schule noch klar im Fokus“, so Reutter. „Es ist mit dem Team abgeklärt, dass ich bis zur Abiprüfung nur wenige Rennen fahren werde und mich erst danach voll aufs Radfahren konzentriere.“ Doch auch in Zukunft will sich Reutter ein zweites Standbein aufbauen und plant bereits, 2017  ein Studium an der Fernuni Ansbach im Studiengang „Internationales Management für Spitzensportler“ zu beginnen. „Ein Ausgleich für den Kopf ist wichtig“, stellt Reutter klar, „man kann nicht nur hoffen, dass es irgendwie mit der großen Profikarriere klappt.“ Bei Rennen in der Region wird man Reutter im kommenden Jahr meist vergeblich suchen. „Das Rennprogramm wird sehr international sein“, so Reutter, der sich dennoch auf ein kleines „Heimrennen“ freut. Am 24. Juli ist in Stuttgart erstmalig ein Profirennen geplant, bei dem Reutter nach Möglichkeit am Start stehen will. Start und Ziel soll am Canstatter Wasen sein, unmittelbar in der Nähe des Olympiastützpunkts, an dem Reutter aktuell wohnt und trainiert.

Hochspannung bis zum Schluss  Der Kemptener Andreas Leppert gewinnt das stark besetzte 31. Märchensee-Kriterium; Lokalmatador Sven Reutter auf Rang 9

k1Bei spätsommerlichen Temperaturen und großem Zuschauerinteresse fand am vergangenen Sonntag das 31. Märchensee Kriterium in Wendelsheim statt. In einem spannenden Rennen setzte sich nach 80 Runden durch den Wendelsheimer Ortskern Andreas Leppert durch und auch die Wendelsheimer Fahrer zeigten ein gutes Rennen.

Von Anfang an ging es im Hauptrennen bei dem über 60 Fahrer am Start standen, zur Sache. Eine Attacke folgte der nächsten und immer wieder setzten sich einzelne Fahrer vom Feld ab, die jedoch immer wieder vom Feld gestellt wurden. Auch die Wendelsheimer Fahrer Sven Reutter und Jonas Tenbruck setzten sich zu Beginn des Rennens in Szene und sammelten fleißig Punkte bei den Wertungssprints. So dauerte es bis zur Rennhälfte, bis sich eine größere Gruppe vom Feld absetzte. Nur wenige Runden vor Schluss lagen dadurch gleich eine Handvoll Fahrer mit Siegeschancen im Rennen.

In einer spannenden Schlussphase setzen sich dann jedoch Andreas Leppert (RSC Kempten) und Marcel Fischer (Racing Students) erst aus der Spitzengruppe ab, um dann das gesamte Feld zu überrunden und den Sieg unter sich auszumachen. Leppert sammelte während der 80 Runden Jagd um den Wendelsheimer Kirchbuckel die meisten Punkte und setzte sich dadurch knapp vor Fischer durch. Fabian Schornmaier (Team Heizomat) belegte in einem extrem schnellen Rennen, die Durchschnittsgeschwindigkeit betrug fast 43 km/h, den dritten Platz. Eine gute Leistung im hochkarätig besetzten Feld zeigten auch die Wendelsheimer Lokalmatadoren. Sven Reutter, der in diesem Jahr im Trikot des Profi Teams Stölting am Start stand, zeigte sich vor allem am Rennbeginn ganz vorne und sammelte wichtige Punkte. Zwar reichte es für den 18-Jährigen nicht aufs Podest, dennoch war Reutter nach dem Rennen mit Rang 9 zufrieden. „Hier mal wieder vor heimischem Publikum zu fahren, war etwas ganz Besonderes.“ Auch Jonas Tenbruck, der im Vorfeld durch eine Krankheit zurückgeworfen wurde, sammelte  ebenfalls einige Punkte und belegte am Ende den guten 12. Rang.

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Der Renntag begann um 10:00 Uhr mit den Anfängerrennen, bei dem die Jüngsten ihre erste Rennerfahrung auf abgesperrten Straßen machten durften.
Auch in den Nachwuchsklassen U11, U13, U15 und U17 wurde eifrig um Wertungspunkte gesprintet und spannender Radsport geboten. Das Rennen der Jedermänner (hier waren C-Amateure, Senioren mit Lizenz und ambitionierte Rennradfahrer am Start) gewann Alexander Israel (RSC Biberach), der sich zusammen mit dem Zweitplatzierten Oliver Keppeler (RSV Sonthofen) vom Feld absetzte. Auf Platz 3 sprintete Thomas Fimpel vom Team Zweirad Joos.

Erfolgreicher Start im Norden der Republik: Jonas Tenbruck überzeugt bei der Oder-Rundfahrt mit zwei Etappensiegen

IMG-20150710-WA0001Mit gleich zwei Etappensiegen und Rang zwei in der Gesamtwertung ist Jonas Tenbruck vom RWV Wendelsheim am Sonntag aus Frankfurt (Oder) zurück gekehrt. Zusammen mit seinem Bruder Florian und weiteren Fahrern von den Racing Students startete der Student bei der viertägigen Rundfahrt im Nord-Osten Deutschlands und überzeugte auf ganzer Linie.

 
Bereits am ersten Tag sorgte Tenbruck für eine kleine Überraschung. Zusammen mit einem weiteren Fahrer setzte er sich auf einem anspruchsvollen Rundkurs vom exzellent besetzten Feld ab. Das Duo harmonierte gut und konnte den Vorsprung bis ins Ziel retten. Auf der letzten Runde  attackierte Jonas am Berg seinen Fluchtgefährten und fuhr als Solosieger über den Zielstrich. Da Jonas auch bei den Zwischensprints erfolgreich war, wurde er nach der Zielankunft gleich dreimal geehrt: Als Etappensieger, als Gesamtführender und als Führender in der Sprintwertung.

Am zweiten Tag war die komplette Mannschaft der Racing Students gefordert, um die Spitzenposition von Jonas zu verteidigen. Mit Florian Tenbruck, dem älteren Bruder von Jonas, dem baden-württembergischen Meister Andreas Schreier sowie Marcel Fischer, der erst vor wenigen Wochen Rang 8 bei der DM der Profis erreichte, standen Jonas aber hervorragende Helfer zur Verfügung.

Der zwar flache, aber windanfällige Kurs der zweiten Runde sorgte für eine Vorentscheidung. Aufgrund des starken Windes wurde das Feld früh zerteilt und es entstand eine knapp 20 köpfige Spitzengruppe, in der gleich fünf Fahrer der Racing Students vertreten waren. Aus dieser Gruppe setzte sich kurz vor dem Ziel nochmal eine sechsköpfige Gruppe ab, die den Sieg unter sich ausmachte. Jonas schaffte auch den Sprung in diese Gruppe und konnte als Etappenfünfter die Gesamtführung verteidigen.

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Zwei Etappen standen am dritten Tag auf dem Programm. Am Vormittag mussten die Fahrer ein Einzelzeitfahren absolvieren, bevor am Abend ein weiteres Rundstreckenrennen anstand. Im Zeitfahren verlor Jonas gut zwei Minuten auf die Besten und musste das gelbe Trikot nicht nur abgeben, sondern fiel sogar auf Rang 4 in der Gesamtwertung zurück. Auch am Abend lief es nicht wirklich rund. Mit gleich zwei Defekten während des Rennens musste sich Jonas mit einem Platz im Feld zufrieden geben. Besser lief es hier für Teamkollege Marcel Fischer, der sich Rang 2 sicherte. Da der Abstand auf die vor ihm platzierten aber relativ gering waren, erhofften sich die Racing Students mit den Wendelsheimern Tenbruck Brüdern noch einiges für die letzte Etappe, denn diese Etappe hatte es in sich.

Ein 15% Anstieg mit feinstem Kopfsteinpflaster musste jede Runde absolviert werden. Die Students kontrollierten das Renngeschehen und fuhren ihren Kapitän Jonas Tenbruck in der letzten Runde in hervorragender Position in den Berg hinein. Jonas konnte die Vorarbeit verwerten und setzte sich mit einem kleinen Vorsprung vom Feld ab und gewann nach der ersten auch die letzte Etappe. Durch die Zeitbonifikation schob er sich in der  Gesamtwertung noch auf den zweiten Rang hinter dem Gesamtsieger Jan Tschernoster (Team Rose NRW). Nach Rang 6 am letzten Wochenende bei der Deutschen Meisterschaft in der Klasse U 23 ein weiterer großer Erfolg für den aufstrebenden Wendelsheimer.

Zwei unter den ersten Acht: Wendelsheimer U23 Fahrer überzeugen bei der deutschen Straßenmeisterschaft der Profis und Amateure

Großer Erfolg für den RWV Wendelsheim. Bei der Hitzeschlacht in Bruchsal setzten sich Jonas Tenbruck und Sven Reutter früh mit einer Fluchtgruppe ab und hielten sich bis zum Ende vorne.

Auch wenn Sven Reutter, der vor der Saison zur Profimannschaft Team Stölting gewechselt ist und Jonas Tenbruck, der die Bundesligarennen im Trikot der Renngemeinschaft Racing Students bestreitet, am Sonntag nicht in den bunten Wendelsheimern Trikots am Start standen, gelten die Beiden dennoch als echte Wendelsheimer Talente. Aufgrund der großen Hitze wurde das Rennen in Bruchsal bereits vor dem Start um zwei Runden auf gut 150 zu fahrende Kilometer gekürzt. In jeder Runde musste eine ca. 3 Kilometer lange Steigung mit teilweise über 14 % bewältigt werden. Am Start standen die besten U23 Fahrer Deutschlands, die ihren neuen deutschen Meister suchten.

Bereits nach wenigen gefahrenen Kilometern setzen sich die ersten Fahrer vom Feld ab. Schon in der dritten von 15 zu fahrenden Runden versuchte es auch Sven mit einem weiteren Fahrer und konnte schnell zur Spitze aufschließen. Nur eine Runde später schaffte Jonas Tenbruck ebenfalls den Sprung zur Spitze und es formierte sich eine 9 köpfige Spitzengruppe, die ihren Vorsprung immer weiter ausbaute. Dahinter formierte sich eine ca. 15 Mann starke Verfolgergruppe. Drei Runden vor Schluss, in der 14 % igen Steigung attackierten Sven und Jonas gleichzeitig und konnten sich mit Jonas Koch, dem momentan Führenden in der Radbundesliga von ihren Fluchtgefährten absetzen. Bei dieser Konstellation geriet auch ihr langjähriger Trainer, der seine früheren Schützlinge moralisch und isotonisch (jeder der beider nahm über 20. Trinkflaschen zu sich) aus dem Häuschen.

Leider kam die Gruppe aber nicht richtig weg, sodass es wieder zum Zusammenschluss der neun Fahrer starken Spitzengruppe kam. Zwei Runden vor Schluss setzte sich  dann mit Nils Politt ein Teamkollege von Sven Reutter alleine ab und fuhr solo zum Sieg bei der deutschen Meisterschaft. Die ehemalige Spitzengruppe zerfiel an der letzten Bergwertung komplett und jeder Fahrer kämpfte für sich gegen die unerträgliche Hitze und die Steigung. Sven und Jonas erreichten das Ziel in einer 5 köpfigen Gruppe, die noch um Rang 5 sprintete. Jonas belegte im Sprint dieser Gruppe Rang 2 und fuhr als Gesamt Sechster über den Zielstrich. Umso höher ist seine Leistung einzuschätzen, da vor Jonas nur Profis fuhren und er der erste Amateur war. Sven belegte Rang 8 und konnte sich über den Doppelsieg seines Teams, sein Teamkollege Moritz Backofen wurde zweiter, freuen, haderte aber ein wenig mit sich, da er bei der Attacke des späteren drittplatzierten Nico Denz kurz zögerte und so einen möglichen Podestrang vergab.

Gebrüder Tenbruck dominieren im Wendelsheimer Team den VR Cup

Jonas TenbruckGroßer Erfolg für das Wendelsheimer Team: Jonas Tenbruck gewinnt die Gesamtwertung der viertägigen Rundfahrt im Zollern Alb-Kreis und belegte zusammen mit seinem Bruder Florian, mit Martin Schwarz und Sascha Sautter Platz zwei in der Gesamtwertung.

Die Besetzung des Volksbanken-Raiffeisencup im Zollern Alb Kreis war vom Feinsten. 4 amtierende Landesmeister waren in dem fast 100 Mann starken Feld am Start. Zusammen mit Sascha Sautter und Martin Schwarz bildeten die Tenbruck-Brüder eines der 22 gemeldeten Viererteams. Die erste der insgesamt vier Etappen fand am Donnerstagabend in Haigerloch Trillfingen statt. Auf dem Hochgeschwindigkeitskurs wurde konstant ein Schnitt von über 45km/h gefahren. Nach etwa der Hälfte des Rennens setzte strömendem Regen ein, sodass das Rennen um 10 Runden verkürzt werden musste. So kam es zu einem Massensprint. Florian Tenbruck belegte beim Sieg von Matthias Veit Rang zwei und sicherte dem Team damit die erste Podiumsplatzierung. Auch Martin Schwarz zeigte sich vorne. Als Siebenter fuhr er bereits seine dritte Top Ten Platzierung der Saison ein und hält dadurch seinen Status als A-Amateur.

Die zweite Etappe, die auf einer welligen Runde in Erlaheim ausgetragen wurde, brachte bereits die Vorentscheidung. Jonas Tenbruck setzte sich gegen Mitte des Rennens mit zwei weiteren Fahrern vom Feld ab. Das Trio harmonierte sehr gut und konnte den Vorsprung auf über eine Minute ausbauen und den Sieg letztendlich unter sich ausmachen. Jonas hatte im Schlusssprint die meisten Reserven und konnte nicht nur seinen ersten Saisonsieg feiern, sondern dadurch auch das Trikot des Gesamtführenden übernehmen.

Florian Tenbruck

Am dritten Tag fand in Ostdorf das anspruchsvollste Rennen statt und mit Florian Tenbruck war es erneut ein Wendelsheimer Fahrer, der dem Renngeschehen von Anfang an den Stempel aufdrückte. Bereits nach zwei von 30 zu absolvierenden Runden setzte sich Tenbruck vom Feld ab und bekam mit der Zeit immer mehr Begleiter. Nach 15 Runden befanden sich sieben Fahrer in der Führungsgruppe, die sich immer weiter vom Feld absetzte. Jonas Tenbruck, der den Sprung in die Spitzengruppe verpasste, versuchte mit seinen Mannschaftskollegen den Vorsprung nicht zu groß werden zu lassen. Die Gruppe blieb bis zum Schluss vorne und Florian verpasste im Fotofinish den Tagessieg nur um Zentimeter. Enttäuscht war nach dem Rennen Florians Bruder Jonas. Er verlor 15 Sekunden und musste als 14. das weiße Führungstrikot wieder abgeben. Auch Sautter und Schwarz zeigten ein starkes Rennen und platzierten sich im ersten Feld, sodass das Wendelsheimer Team die Führung in der Mannschaftswertung vor der letzten Etappe übernahm.

Jonas Tenbruck & Martin Schwarz

So versprach die letzte Etappe in Winterlingen Spannung pur. Jonas Tenbruck lag zudem nur 12 Sekunden hinter dem Gesamtführenden Marcel Fischer zurück. Mit einer hervorragenden Vorstellung setzten sich die Gebrüder Tenbruck zusammen mit 7 weiteren Fahrern vom Feld ab. Drei Runden vor Schluss setzte sich der amtierende Württembergische Meister, Andreas Schreier, vom Feld ab. Jonas erkannte die Situation sofort und sprang mit einem Gewaltakt an das Hinterrad von Schreier. Zusammen konnten sie noch einen kleinen Vorprung auf das Feld herausfahren und bogen zu zweit auf die Zielgerade ein. Im Zielsprint verpasste er als Zweiter den Tagessieg knapp, die Zeitbonifikation und der Vorsprung reichten aber, um die Gesamtführung erneut zu übernehmen und dadurch die prestigeträchtige Rundfahrt zu gewinnen. Florian Tenbruck sprintete auf Rang 4 in der Tageswertung und belegte auch in der Gesamtwertung den vierten Rang. Zwar musste sich das Team in der Mannschaftswertung knapp geschlagen geben, konnte mit dem zweiten Rang aus 22 Teams jedoch mehr als zufrieden sein.

Am kommenden Wochenende werden die Gebrüder Tenbruck wie auch ihr früherer Wendelsheimer Kollege, Sven Reutter, der zwischenzeitlich für das Profiteam Stölting unterwegs ist, bei den Deutschen Profimeisterschaften in Bensheim am Start stehen und sich dann mit den besten deutschen Fahrern messen. Am Freitag finden die deutschen Meisterschaften im Zeitfahren statt, am Sonntag geht es dann gegen Marcel Kittel, Tony Martin und Co um den deutschen Meistertitel auf der Straße.

 

Sven Reutter wird Siebter im Zeitfahren der Junioren Weltmeisterschaft

bericht1Bereits am 23.9. konnte Sven Reutter mit einem sehr guten siebten Platz bei der Junioren Weltmeisterschaft im spanischen Ponferrada punkten. Sieger wurde sein Nationalmannschaftskollege Lennard Kemmna.

Beim darauf folgenden Straßenrennen hatte Reutter in guter Position liegend leider Pech und konnte  nach einem Sturz nicht mehr in den Kampf um die Podestplätze eingreifen.bericht2

Lesen sie hier ausführliche Presseberichte zum Zeitfahren (rechts oben), sowie zum Straßenrennen (rechts unten).

 

Gelungene Doppelveranstaltung zum 30. Märchenseekriterium

Große Starterfelder, hochklassige Fahrer und strahlender Sonnenschein an beiden Tagen: Das 30. Wendelsheimer Märchenseekriterium war ein voller Erfolg.

Zum ersten Mal fand in diesem Jahr bereits am Samstag ein Rundstreckenrennen statt, das auf einer gut 6 Kilometer langen Runde zwischen Wendelsheim, Rottenburg und Wurmlingen ausgetragen wurde. Bereits beim Jedermannrennen standen gut 50 Fahrer am Start. Viele davon hatten kurz vor dem Start nachgemeldet und wollten sich die Chance nicht entgehen lassen, bei spätsommerlichem Traumwetter ein Rennen zu fahren. Das Hauptrennen führte über 13 Runden gleich 80 Kilometer und konnte ein hervorragendes Starterfeld aufzeigen. Aus Wendelsheimer Sicht war jedoch bedauerlich, dass mit Jonas Tenbruck ein Favorit gar nicht erst starten konnte, da er krank zuhause lag.

Von der ersten Minute an entwickelte sich das Rennen zu einer spannenden Angelegenheit. Ein Vorstoß folgte auf den anderen, bis sich eine Ausreisergruppe erfolgreich absetzen konnte. Der Wendelsheimer Florian Tenbruck schaffte den Sprung in diese Gruppe, musste dann aber den Anstrengungen Tribut zollen und fiel zurück ins Hauptfeld, in dem er als 13. das Rennen beendete. An der Spitze harmonierte die Gruppe gut und konnte so auf der welligen Strecke trotz teilweise starkem Wind ihren Vorsprung ausbauen. Zwei Runden vor Schluss fiel die Gruppe auseinander und es setzten sich die zwei Regensburger Martin Boubal und Marius Jessenberger (Veloclub Ratisbona) zusammen mit Christopher Schunk (Team Marin Bikes) vom Rest der Spitzengruppe ab. Die beiden Regensburger machten den Sieg unter sich aus und krönten so einen tollen Auftritt. Es gewann Boubal vor Jessenberger und Schunk.

Am Sonntag fand dann das klassische Wendelsheimer Märchenseekriterium auf der Runde durch den Ortskern statt. Bereits um zehn Uhr schnupperten viele Fahrer im Anfängerrennen Rennluft. Mit den Gebrüdern Niklas und Moritz Maul, Kim Fischer, Jaron Pfeiffer, Finley Klett, Tobias Meyer, Luis und Leon Eberhart sowie Max und Erik Franke standen viele Kinder am Start, die sich durch das gemeinsame Training in den letzten Wochen auf dieses Heimrennen vorbereiteten. Der Erfolg konnte sich sehen lassen.

In der Klasse U11 konnte bei dem Rennen mit den Rennräder Moritz Maul das Rennen für sich entscheiden während Erik Franke auf Platz 3 vor seinem Bruder Erik folgte. Finley Klett komplettierte das Ergebnis auf Rang 5. Bei den Mountainbikes setzten sich am Ende Leon vor Luis Eberhard durch. Jaron Pfeiffer belegte Rang 5. In der Klasse U13 waren ausschließlich Rennradfahrer am Start: mit Tobias Meyer und Niklas Maul wurden Platz 1 und Platz 2 belegt, Kim Fischer konnte die Mädchenwertung für sich entscheiden. So machten die Erfolge in den Anfängerrennen sicher Lust auf mehr.

Im Anschluss daran wurden die Rennen um den Erdgas-Schüler Cup der Lizenzfahrer ausgetragen. Von den kleinsten (U11) bis hinzu den Schülern U15 fuhren die Fahrer/innen ihre Rennen aus. Das Rennen der Jugend, das zusammen mit den Junioren ausgetragen wurde, gewann Simon Mild (RSC Hofweier). Überragender Fahrer im Rennen der Junioren war Simon Redmers (Stuttgardia Stuttgart), der das Feld alleine überrundete und dadurch schon früh als Sieger feststand. Zweiter wurde Teamkollege Laurin Winter vor Luka Zetsche (RSG Heilbronn).

Im Hauptrennen standen wiederum viele Fahrer am Start, die bereits am Samstag um den Sieg fuhren. Neben dem Sieger vom Samstag, Martin Boubal, lag ein besonderes Augenmerk auf Vorjahressieger Robert Müller (Concordia Forchheim), dem starken Team Erdgas Schwaben sowie den Fahrern der Racing Students. Bereits nach wenigen Runden setzte sich eine Gruppe vom Feld ab, die schnell einen Vorsprung heraus fahren konnte und in der die meisten Favoriten vertreten waren. Neben Boubal und Müller waren auch Marcel Fischer (Racing Students) und Florian Tenbruck vertreten.

Leider konnte Florian Tenbruck, der durch mehrere Stürze in den letzten Wochen nicht an seine tollen Vorstellungen der bisherigen Saison anknüpfen konnte, das Tempo nicht halten und fiel ins Hauptfeld zurück. Die anderen neun Fahrer harmonierten gut und überrundeten das komplette Feld. Als schnellster Fahrer stellte sich erneut Martin Boubal heraus, der nahezu jede Wertung gewinnen konnte und dadurch schon vor der Schlußwertung als erneuter Sieger feststand. Er gewann vor Vorjahressieger Robert Müller und Wolfgang Brandl (Team Marin).

Begeistert von der Wendelsheimer Doppelveranstaltung zeigten sich nicht nur die zahlreichen Zuschauer, die vor allem am Sonntag das hervorragende Wetter und das gastronomische Angebot an der Strecke nutzten, sondern auch die Fahrer, die voll des Lobes für diese Doppelveranstaltung waren.

Zweiter Platz im Teamomnium

Am Mittwoch den 10. September stand das Teamomnium für unsere Amateure in Onstmettingen auf dem Programm. Nach dem Sieg vor Jahresfrist galt das Wendelsheimer Team auch in diesem Jahr zu den Favoriten. Nach den ersten zu absolvierenden Rennen sah es nach einem souveränen Sieg für unser Team, Florian und Jonas Tenbruck und Martin Schwarz, aus. In der zweitletzten Disziplin, dem Ausscheidungsfahren, bei dem Florian Tenbruck für das Team unterwegs war, dann der Schock: Florians Reifen sprang in der Zielkurve vom Hinterrad und er stürzte schwer. Abschürfungen am ganzen Körper, vor allem im Gesäßbereich, und das defekte Hinterrad machten ein Weiterfahren unmöglich und so ging das Team ohne Punkte bei diesem Rennen leer aus. Beim abschließenden Punktefahren waren alle 3 Fahrer, auch Florian mit starken Schmerzen, am Start. Martin Schwarz fuhr bei der ersten Wertung den Sprint für die Tenbruckbrüder an und diese konnten so die ersten beiden Plätze belegen. Auch bei der 2. Wertung belegten sie die Plätze 1 und 2. Als es 2 Runden vor Schluss wieder zu einem schweren Sturz kam, es waren 4 Fahrer davon betroffen, brachen die Fahrer auf Initiative von Florian das Rennen ab und rollten langsam über die Ziellinie, damit die Verletzten versorgt werden konnten. Trotz der Nichtwertung des letzten Rennens belegte das Wendelsheimer Team am Ende Rang 2.

Sven Reutter wieder in der Schweiz erfolgreich, Jonas Tenbruck nach Schlüsselbeinbruch wieder im Rennbetrieb zurück

Der Wendelsheimer Nationalfahrer ist weiterhin erfolgreich unterwegs. Nach einem Trainingslager mit der Nationalmannschaft und mehreren Eintagesrennen in Italien absolvierte er am vergangenen Wochenende die internationale Rüeblitour in der Schweiz, die zu den wichtigsten internationalen Rundfahren gehört. Bereits am ersten Tag legte Reutter den Grundstein für ein erfolgreiches Abschneiden. Zusammen mit Nationalmannschafts-Kollege Lennard Kemna und 8 weiteren Fahrern setzte sich Reutter vom Feld ab. Kemna attackierte wenige Meter vor dem Ziel und schlüpfte als Etappensieger in das gelbe Führungstrikot. Reutter belegte Rang 8, holte aber während der Etappe in den Sprintwertungen die meisten Punkte und übernahm das Trikot des besten Sprinters.

Am folgenden Tag konnte Reutter das Sprinttrikot und Kemna das gelbe Trikot verteidigen, da es zum Massensprint kam und es somit keine Zeitunterschiede gab. Die Entscheidung fiel im Einzelzeitfahren, bei dem Kemna als Dritter seine Gesamtführung ausbauen konnte. Für Sven Reutter lief es nicht ganz so gut und er verlor einige Plätze und fiel in der Gesamtwertung auf den achten Rang zurück. Diesen Platz konnte Reutter auf der abschließenden Etappe jedoch verteidigen und nicht nur das: Reutter konnte die Sprintwertung für sich entscheiden, seinem Teamkollegen Kemna zum Gesamtsieg verhelfen und mit der deutschen Nationalmannschaft die Teamwertung gewinnen. Damit zeigt sich Sven Reutter schon für die Ende September anstehende Weltmeisterschaft in Spanien gerüstet.

Die Wendelsheimer Amateure starteten am vergangenen Wochenende beim Interstuhl-Cup in Mestetten-Tieringen. Bei Dauerregen galt es eine anspruchsvolle Runde 40 mal zu absolvieren. Immer wieder gab es Attacken aus dem Feld, die jedoch erfolglos waren. Die Tenbruck Brüder Jonas und Florian zeigten nach Krankheits- und Verletzungspause eine gute Leistung und fuhren ein aufmerksames Rennen. In der Schlussrunde attackiere Jonas Tenbruck und setzte sich leicht mit Fabian Danner (Team Erdgas Schwaben) vom Feld ab. Im Sprint musste sich Jonas Tenbruck zwar geschlagen geben, konnte aber nach seinem Schlüsselbeinbruch im Juni wieder einen Erfolg einfahren. Florian Tenbruck gewann souverän den Sprint des Hauptfeldes und konnte als Dritter ebenfalls jubeln. Dadurch standen die Tenbruck-Brüder zusammen auf dem Podest. Martin Schwarz erwischte einen gebrauchten Tag und konnte nicht in die Entscheidung eingreifen, liegt aber in der Gesamtwertung immer noch aussichtsreich.

Florian Tenbruck weiterhin erfolgreich, Sven Reutter kehrt mit Sieg nach Pause zurück

Florian Tenbruck führt seine hervorragende Saison fort. Auch in den letzten Renneinsätzen belegte er vordere Ränge. Umso erstaunlicher ist dies, da er auf der ersten Etappe des Rems-Murr-Pokals in Schorndorf zu Fall kam. Dabei zog sich Tenbruck schwere Schürfwunden zu, startete aber an den folgenden Etappen trotzdem, um seine Teamkollegen zu unterstützen. Am vergangenen Wochenende hatte Tenbruck die Verletzungen schon wieder relativ gut weggesteckt und konnte weitere Top Platzierungen einfahren. Beim Abendkriterium in Bellheim verpasste Tenbruck als 13. den Sprung in die Top Ten nur knapp. Beim schweren Straßenrennen im bayrischen Gaimersheim zeigte sich Tenbruck immer wieder aktiv, war in der entscheidenden Gruppe vertreten und sprintete als Fünfter vor namhaften Profis ins Ziel.

Junior-Nationalfahrer Sven Reutter gönnte sich nach seinem fulminanten Sieg bei der internationalen Niedersachsenrundfahrt eine kleine Rennpause, bevor er am Sonntag wieder einstieg. Und der Wendelsheimer knüpfte nahtlos an, wo er zwei Wochen zuvor aufgehört hatte. Bei einem Straßenrennen in der Schweiz setzte sich Reutter nach circa 40 gefahrenen Kilometern zusammen mit einem Schweizer Fahrer vom Feld ab. Das Duo harmonierte gut und konnte den Vorsprung immer weiter ausbauen. Reutter sicherte sich dadurch nicht nur die Sprintwertung und Rang zwei in der Bergwertung, sondern sprintete seinen Fluchtgefährten im Zielsprint nieder und gewann so ein weiteres Rennen in der diesjährigen Saison.